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[BKARTS] Fire fighting: damages by water reparable, by foam only with great diificulty (German language report)



Zur Zwischenlagerung ins nächste Kühlhaus
VON NORBERT KURTH, 03.11.04, 07:12h
 
Nach einem Feuer im historischen Archiv sollen vom Löschwasser beschädigte
Dokumente eingefroren werden.

Kerpen - Die Bilder der ausgebrannten Anna-Amalia Bibliothek in Weimar hat
Susanne Harke-Schmidt noch vor Augen. Die Frage, wie gut das historische
Archiv der Stadt am Stiftsplatz, aber auch die Werke des dort beheimateten
Museums von H. J. Baum gesichert sind, beschäftigt die Kerpenerin allerdings
nicht erst seit dem verheerenden Brand in Weimar.

Schon nach der Hochwasserkatastrophe an Elbe und Mulde, im August des Jahres
2002, bei der ebenfalls wertvolle Archivalien beschädigt oder vernichtet
wurden, ging sie daran, die Archivalien für die Versicherung neu zu
bewerten. Denn inzwischen sind nicht nur die Bestände gewachsen, sondern
auch die Erkenntnis, dass im Katastrophenfall viel Geld für die
Restaurierung beschädigter Dokumente, Bücher und Bilder aufgebracht werden
muss.

Im Magazin des historischen Archivs lagert die gesamte Stadtgeschichte in
Form von Unikaten. Als besonderes ?Schätzchen? bezeichnet Harke-Schmidt das
im Keller eingelagerte Archiv Burg Hemmersbach, dessen Dokumente bis in das
13. Jahrhundert zurückreichen. ?Insofern ist das Magazin der Raum, in dem
ein Feuer den größten Schaden anrichten könnte.? Nüchtern stellt sie dabei
fest: ?Falls das Archivgut verbrennt, ist dieser Schaden sowieso nicht
reparabel.? In Weimar aber habe vor allem Löschschaum zusätzlichen Schaden
verursacht und eine Restaurierung der wertvollen Sammlung erheblich
erschwert. ?Ich war entsetzt, als ich im Fernsehen sah, dass dort mit Schaum
gearbeitet wurde.? Dieser Fehler werde sich in Kerpen nicht wiederholen,
sagt sie. In einem ersten Gespräch mit der Feuerwehr sei geklärt worden,
dass die Einsatzkräfte nur Löschwasser benutzen werden. Denn: ?Schäden durch
Brandbekämpfung mit Wasser sind reparabel.? Allerdings nur dann, schränkt
sie ein, wenn das beschädigte Material sofort aus dem Museum in ein Kühlhaus
transportiert wird - am besten fachkundig durch eine Spedition. Wenn die
Archivalien eingefroren werden, haben die Mitarbeiter des Archivdienstes
beim Landschaftsverband die besten Chancen, die wertvollen Stücke zu
restaurieren. Im Notfallplan soll genau vermerkt sein, welches Kühlhaus der
Stadt zur Verfügung steht.

Wie der Ablauf im Katastrophenfall genau aussehen wird, will Harke-Schmidt
in weiteren Gesprächen mit der Feuerwehr klären. In der Runde ihrer Kollegen
aus dem gesamten Kreis hat sie das Thema bereits angesprochen. Gut möglich,
dass auch andere Archive das System übernehmen. Kosten, sagt sie, entstünden
durch den Notfall- und Evakuierungsplan nicht. ?Das ist nur eine Frage der
Organisation.?

http://www.ksta.de/

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Ton Cremers
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